migrantas | eine visuelle Sprache der Migration PDF Print E-mail

Im vergangenen Jahr wurde von der Initiative Minderheiten Tirol gemeinsam mit dem Berliner Kollektiv migrantas der Grundstein für eine außergewöhnliche Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum in Innsbruck und Hall in Tirol und der Rolle von Migrant*innen in diesem gelegt.

Die Künstlerinnen Marula di Como und Florencia Young suchen nach einer visuellen Sprache der Migration und haben sich in ihrer künstlerischen Tätigkeit auf die Erarbeitung und Verbreitung von Piktogrammen spezialisiert. Mitten im Stadtraum werden Erfahrungen und Anliegen von Menschen mit Migrationsgeschichten aus der jeweiligen Region bzw. Stadt sichtbar, die zuvor in Workshops mit migrantas auf bildlicher Ebene erarbeitet wurden. Die Zeichnungen der WorkshopteilnehmerInnen sind Grundlage der künstlerisch-grafischen Synthese für ein Piktogramm bzw. eine Piktogrammserie, die in urbanen Aktionen unter Einbindung mehrerer Kooperationspartner öffentlich gemacht werden. Mit künstlerisch-kreativen Mitteln werden für die Mehrheit der Gesellschaft ansonsten unsichtbare Erfahrungen und Anliegen sichtbar gemacht.

http://minorities.at/migrantas/

 

Im Stadtraum mittels Piktogrammen sichtbar zu machen was diejenigen denken und fühlen die ihr eigenes Land verlassen haben und nun in einem neuen Land leben, ist das Ziel von migrantas.

Mobilität, Migration und Transkulturalität sind in unserer Welt keine Ausnahme, sondern die Regel. Trotzdem sind Migrant*innen und ihre Erfahrungen für die Mehrheit der Gesellschaft meist unsichtbar. Migrantas thematisiert Migration, Identität, Zusammenleben und interkulturellen Dialog und bedient sich in seinen vielfachen Projekten der Werkzeuge der Kunst, des Designs und der Sozialwissenschaften. Die Gründerinnen des Kollektivs, die selbst nach Deutschland eingewandert sind, konzipieren ihre Arbeit mit anderen Migrant*innen in Workshops, verdichten Zeichnungen zu Piktogrammen und verbreiten sie im Stadtraum.
http://www.migrantas.org/

 
   
 
 
 
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