Migration sammeln PDF Print E-mail

Vom ersten Lohn in Wien erworbener Kochtopf aus dem Besitz von Vasilija Stegić, Januar 1973.

Vom ersten Lohn in Wien erworbener Kochtopf aus dem Besitz von Vasilija Stegić, Januar 1973.

Migration sammeln

Österreich blickt mittlerweile auf eine mehr als 50-jährige Geschichte der Arbeitsmigration aus Jugoslawien und der Türkei zurück. Diese Geschichte war für die Entwicklung des Landes und der Stadt Wien von besonderer Bedeutung. Die MA 17, Abteilung Integration und Diversität, hat daher in Kooperation mit dem Wien Museum das Projekt »Migration sammeln« in Auftrag gegeben. Ziel des Pilotprojekt ist es, die bestehenden Sammlungen des Wien Museums zur Geschichte der Arbeitsmigration aus Jugoslawien und der Türkei um museumsrelevante Objekte und Bilder zu erweitern. Die Bedeutung der Migrationsbewegungen für die Dynamik der Stadt Wien soll dabei in ihren vielfältigen Facetten sichtbar gemacht werden.
Mit der Durchführung des Sammelprojekts wurde die Initiative Minderheiten, das Forschungszentrum für historische Minderheiten und der Arbeitskreis Archiv der Migration beauftragt. Das Projekt startete im Februar 2015 und wird für die Dauer von eineinhalb Jahren von dem Projektteam bestehend aus Arif Akkılıç, Vida Bakondy, Ljubomir Bratić und Regina Wonisch getragen.

Eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen des Projekts ist die intensive Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Communities und Vereinen. Denn Objekte und Bilder sind vor allem in Verbindung mit den persönlichen Geschichten von Menschen von Bedeutung. Von Interesse sind alle Gegenstände des Alltagslebens wie etwa Freizeit (Sport, Musik, Unterhaltung), Schule, Arbeit, Wirtschaftsleben, Vereinsleben oder die Auseinandersetzung mit Behörden: Gegenstände die zeigen, wie Migranten und Migrantinnen ihr Leben gestalteten, was für sie in ihrem neuen Lebensumfeld, aber auch in der Beziehung zu ihren Herkunftsorten wichtig war.

Kontakt:  This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it
Tel: 0043- 680 246 88 04

TEAM:

Projektleitung: Vida Bakondy, Historikerin, Mitglied des Ausstellungsteams „Gastarbajteri. 40 Jahre Arbeitsmigration“ der Initiative Minderheiten im Wien Museum 2004. 2008-2010 Projektkoordination und Rechercheleitung im transnationalen Forschungs- und Ausstellungsprojekt „Viel Glück! Migration heute – Wien, Belgrad, Zagreb, Istanbul“ der Initiative Minderheiten. Mitglied im Arbeitskreis Archiv der Migration. This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it

Arif Akkılıç, langjährige Beschäftigung als Berater und Jugendbetreuer im Migrationsbereich, Mitglied des Ausstellungsteams „Gastarbajteri. 40 Jahre Arbeitsmigration der Initiative Minderheiten im Wien Museum 2004. Gemeinsam mit Ljubomir Bratiç, Organisator der Kampagne „Für ein Archiv der Migration, jetzt! im Rahmen der Wienwoche 2012. Initiator und Mitglied im Arbeitskreis Archiv der Migration. This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it

Ljubomir Bratić, Philosoph, Sozialarbeiter und Migrationsforscher. Seit 1995 Mitarbeiter in Integrationshaus Wien. Mitglied des Ausstellungsteams „Gastarbajteri. 40 Jahre Arbeitsmigration der Initiative Minderheiten im Wien Museum 2004. Gemeinsam mit Arif Akkılıç , Organisator der Kampagne „Für ein Archiv der Migration, jetzt! im Rahmen der Wienwoche 2012. Initiator und Mitglied im Arbeitskreis Archiv der Migration. This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it

Regina Wonisch: Historikerin, Leiterin des Forschungszentrums für historische Minderheiten in Wien, Mitarbeiterin am Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung an der Universität Klagenfurt (Standort Wien), Organisation der Tagung „Museum und Migration“ in Wien 2010. This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it

Wissenschaftliche Beratung: Dirk Rupnow, Universitätsprofessor für Zeitgeschichte und Leiter des Instituts für Zeitgeschichte an der Universität Innsbruck. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der europäischen Zeitgeschichte unter besonderer Berücksichtigung von Holocaust und Jüdischen Studien, Migrations- und Wissenschaftsgeschichte, Erinnerungskulturen und Geschichtspolitik

Ayten Keskin (rechts außen stehend) und ihre Kolleginnen in einer Textilfabrik, Wien 1970er Jahre.

Ayten Keskin (rechts außen stehend) und ihre Kolleginnen in einer Textilfabrik, Wien 1970er Jahre.

Dreisprachiges Informationsschild für Parkbesucher_innen aus den 1990er Jahren, im Auftrag vom Wiener Integrationsfonds errichtet.

Dreisprachiges Informationsschild für Parkbesucher_innen aus den 1990er Jahren, im Auftrag vom Wiener Integrationsfonds errichtet. Karikaturen von Hakan Gürses

 
   
 
 
 
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