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STIMME Nr. 99/Sommer 2016

Coming soon: Die aktuelle Ausgabe der STIMME:
Migration sammeln

Stimme Nr. 99

Editorial #99
Seit Februar 2015 wird in Wien Migration „gesammelt“. So nennt sich ein Projekt, das im Auftrag der Magistratsabteilung 17 (Integration und Diversität) in Kooperation mit dem Wien Museum ins Leben gerufen wurde: Migration Sammeln. Am Beispiel der Geschichte der „Gastarbeiter“-Migration nach Wien seit den 1960er Jahren. Die Projektumsetzung erfolgt durch eine Arbeitsgemeinschaft der Initiative Minderheiten mit dem Forschungszentrum für historische Minderheiten sowie dem Arbeitskreis Archiv der Migration. Wenn Sie dieses Heft in Händen halten, wird das Projekt abgeschlossen sein, nicht aber die Arbeit daran. In einem nächsten Schritt sollen die übergebenen Objekte in einer vom Projektteam herausgegebenen Publikation gewürdigt werden.
Die Sommerausgabe der Stimme widmen wir diesem überaus wichtigen und sinnvollen Projekt und berichten über die Erfahrungen des Projektteams, die Herausforderungen, die sich beim Sammeln von Objekten und Erinnerungen zu über 50 Jahren Arbeitsmigration ergeben haben sowie über die Wünsche für die Zukunft.

Mit einem Exkurs in das vergangene Jahrzehnt berichten Arif Akkılıç, Vida Bakondy und Regina Wonisch von der Projektgenese, dem Auftrag und den Widersprüchen zwischen den Sammlungskriterien des Museums und den Vorstellungen der Migrant_innen, was sie aufgehoben wissen wollen.
Über die Vorstellungen des Wien Museums zur Darstellung und Darstellbarkeit von Migrationsgeschichte hat Gerd Valchars mit den Sammlungszuständigen Martina Nußbaumer und Gerhard Milchram gesprochen.
Regina Wonisch setzt sich in ihrem Beitrag kritisch mit Migrationsmuseen und -ausstellungen auseinander und warnt vor der Gefahr der Kulturalisierung und Ethnografisierung der Migrant_innen.
Wie erzählt man die Geschichte von Diskriminierung, die zumeist mit der Geschichte der Migration einhergegangen ist, anhand von Objekten? Vida Bakondy verrät die (Lebens)Geschichten hinter den ausgewählten Objekten, die diese erst mit individueller und historischer Bedeutung versehen.
Warum es lange gedauert hat, bis die Arbeitsmigration ihren Weg in das kollektive Gedächtnis Österreichs finden konnte – und wem dafür zu danken ist, dass das schließlich möglich wurde –, diskutieren Vida Bakondy und Regina Wonisch.
Arif Akkılıç und Ljubomir Bratic differenzieren schließlich zwischen Musealisierung und Archivierung und argumentieren, warum ein Migrationsarchiv für die Historisierung der Migration nach wie vor unerlässlich ist. Nicht nur in Wien wird über Migration im Museum nachgedacht. Eine Initiative des Zentrums für MigrantInnen in Tirol sammelt in Kooperation mit den Tiroler Landesmuseen ebenfalls „Dinge“ der Migration. Diese sollen im Jahr 2017 im Tiroler Volkskunstmuseum ausgestellt werden. Über die Bedeutung und den Prozess des Zusammentragens der Exponate berichten Christina Hollomey-Gasser, Karl C. Berger und Anna Horner.

In ihrer Kolumne Spurensicherung analysiert Vida Bakondy einen ORF-Beitrag aus dem Jahr 1971 über den Südbahnhof als Freizeitort der „Gastarbeiter“: ein Beitrag über die Hartnäckigkeit der Diskurse über Jahrzehnte hinweg.

Die Radio-Stimme-Nachlese zur Sendung „mo.ë bleibt? Vom Kampf um freie Räume und das Recht auf Stadt“ kommt von Melanie Konrad und erzählt von der Rolle von Künstler_innen in Gentrifizierungsprozessen.
Und nicht zuletzt lässt Erwin Riess seinen Groll einen Flüchtling feiern. Wir freuen uns mit über The Refugee‘s Victory!

Einen schönen und erinnerungsreichen Sommer wünscht
Gamze Ongan, Chefredakteurin

Stimmlage - die abwesende Perspektive von Hakan Gürses

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STIMME: Vierteljahrespublikation zu minderheitenspezifischen Schwerpunktthemen

Jahresabo Euro 20.-, 2 Jahresabo Euro 38.-

zu bestellen unter: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

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Über die STIMME:

STIMME erscheint seit 1991 als Zeitschrift der Initiative Minderheiten. Wurden die ersten fünf Hefte noch von einem ehrenamtlichen Redaktionsteam in unregelmäßigen Intervallen herausgegeben, so erscheint die STIMME seit Anfang 1993 (ab Nr. 6) vierteljährlich in einer Auflage von derzeit 3.700 Stück.
Die Blattlinie ergibt sich aus der Programmatik der Initiative Minderheiten, die für eine minderheitengerechte Gesellschaft eintritt, in der individuelle Lebensentwürfe unabhängig von Merkmalen wie ethnischer, sozialer oder religiöser Zugehörigkeit, sexueller Orientierung und Behinderung als gleichberechtigt und gleichwertig anerkannt sind.
Vor diesem Hintergrund versteht sich die STIMME in erster Linie als eine mediale Plattform für Minderheiten. Jedes Heft beinhaltet einen minderheitenübergreifenden thematischen Schwerpunkt, in dessen Rahmen Anliegen und Forderungen minorisierter Gruppen formuliert und politisch-theoretische Überlegungen ausgetauscht werden können sowie nach gemeinsamen Strategien gesucht werden kann.
Menschenrechts- und Minderheitenorganisationen, so genannte Multiplikator_innen sowie interessierte Einzelpersonen bilden die Zielgruppe der STIMME. 

Sollten Sie Interesse an einer bestimmten Ausgabe haben, kann diese via e-mail (email_icon Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können ) zum Preis von EUR 6,- (inkl. Porto und Versand) in unserem Wiener Büro angefordert werden. Ein Jahresabo umfasst jeweils vier Hefte und ist zum Preis von EUR 20,- erhältlich. Für Vereinsmitglieder der Initiative Minderheiten ist der Bezug kostenlos.

Die Liste der online verfügbaren Hefte finden Sie im Navigationsmenü rechts. Die neueren Hefte können Sie als pdf-Dateien herunterladen bzw. online lesen (ausgewählte Texte). Ältere Hefte sind im Archiv als html-Dateien verfügbar.

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STIMME - Zeitschrift der Initiative Minderheiten.

Chefredakteurin: Gamze Ongan

Vierteljahrespublikation zu minderheitenspezifischen Schwerpunktthemen
Jahresabo Euro 20.-, 2 Jahresabo Euro 38.-

email_icon abo(at)initiative.minderheiten.at

 

 
     
 
 
 
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