Symposium anlässlich 20 Jahre Initiative Minderheiten PDF  | Drucken |

Die Initiative Minderheiten und die Arbeiterkammer Wien laden ein zu:

Symposium 20 Jahre IM
Jubiläumskonzert
Clara Luzia und Bruji
11. November 2011 ab 20.30 Uhr

Imagedetailliertes Programm

Symposium
Sag, wie hast du's mit der Sprache?
Zur Bedeutung von Sprache und Mehrsprachigkeit
10. – 11. November 2011, ab 18.00 Uhr


Jubiläumskonzert
Clara Luzia und Bruji
11. November 2011 ab 20.30 Uhr

Ort: Bildungszentrum der Arbeiterkammer Wien
Theresianumgasse 16–18, 1040 Wien

Eintritt frei - Rollstuhlgerecht - Gebärdensprachdolmetsch

Donnerstag, 10. November 2011

PROGRAMM

18.00 Uhr
Zohreh Ali Pahlavani (AK Wien)
Cornelia Kogoj (Initiative Minderheiten)

19.00 Uhr
Michal Hvorecký Die Mehrheit der Minderheiten
Anna Kim Invasionen des Privaten
Erwin Riess und Hakan Gürses Lesung und Musik

Moderation: Gerd Valchars


Freitag, 11. November 2011

10.00 Uhr Vladimir Wakounig Österreichische Minderheiten und ihre schulische Sprachbildung

10.45 Uhr İnci Dirim Die Kreativität der Mehrsprachigkeit

12.00 Uhr Vlatka Frketić Wenn ich es richtig sagen könnte, dann wäre die Welt in Ordnung. Oder doch nicht?

14.30 Uhr Hakan Gürses Post-Neusprech

Moderation: Jana Sommeregger


15.30 Uhr Podiumsgespräch
"20 Jahre Initiative Minderheiten - Anlass für eine Bilanz zur Minderheiten- und Migrationspolitik in Österreich"

Mit: Gerhard Baumgartner, Mattias Fenkart, Mirjam Karoly, Hikmet Kayahan & Sushila Mesquita
Moderation: Ursula Hemetek


18.00 Uhr Das Who is Who der Initiative Minderheiten

 

ab 20.30 Uhr Konzert: Clara Luzia und Bruji

Eintritt frei - Rollstuhlgerecht - Gebärdensprachdolmetsch

Die Initiative Minderheiten

Die Initiative Minderheiten feiert heuer ihr 20-jähriges Bestehen. Ein Anlass, um Bilanz zu ziehen und sich über ein brisantes Thema auszutauschen: der Bedeutung von Sprache und Mehrsprachigkeit. Denn Sprache bildet in den öffentlichen Debatten die „Gretchenfrage“. Sie wird sowohl als Ressource gesehen wie auch als aufgeladene Symbolik.

Die Frage wird im Rahmen des Symposiums unter zwei Gesichtspunkten gestellt. Einerseits soll das Problem, wie es sich „richtig“ über Minderheiten und Migrant_innen sprechen lässt, behandelt werden. Andererseits wird die Frage nach „Mehrsprachigkeit“ zu erörtern sein.

Warum überkommt uns oft Unbehagen, wenn wir den derzeitigen öffentlichen Diskurs über Minderheiten und Migrant_innen vernehmen? Ist die politisch korrekte Sprache wirklich ein Zwang, wie manche etwas wehleidig beklagen, oder kann sie als eine Spielart sozialer Gerechtigkeit praktiziert werden? Wann werden wiederum gerade mit einer vermeintlich politisch korrekten Sprache gesellschaftliche Realitäten verschleiert? Wie wird mit der gendersensiblen Sprache innerhalb der Minderheiten- und Migrant_innen-Gruppen umgegangen? Wie können Minderheiten- und Migrant_innensprachen aufgewertet werden: etwa mit Türkisch oder Romanes als Maturasprachen?

Am Ende des zweiten Tages soll im Rahmen eines Podiumsgesprächs eine kritische Rückschau stattfinden: Ist der Begriff „Minderheit“ resp. der breit angelegte Minderheitenbegriff der Initiative Minderheiten noch zeitgemäß? Existieren in Österreich bereits „minoritäre Allianzen“, welche die Initiative Minderheiten vor zwei Jahrzehnten als programmatisches Ziel definiert hatte? Was hat sich in diesem Zeitraum verbessert, und was hat sich verschlechtert? Wie wird dies aus Sicht der jeweiligen Gruppen gesehen? Und wie sieht die Zukunft aus?

Vortragende und Diskutant_innen

Gerhard Baumgartner, Historiker und Journalist. Lehrbeauftragter der FH-Joanneumin Graz, Gründungsmitglied der Burgenländischen Forschungsgesellschaft, Mitarbeiter der Österreichischen Historikerkommission. Projektleiter des Forschungsprojekts Holocaustopfer unter den österreichischen Roma und Sinti.

Matthias Fenkart, ist seit seiner Geburt taub. Studium der Informatik an der TU Wien, Prokurist und Kursmanager bei equalizent. Umfangreiche Erfahrung als Trainer sowie Berater. Diskriminierungsbeauftragter des Österreichischen Gehörlosenbundes. (ÖGLB)

Vlatka Frketić arbeitet in der Erwachsenenbildung in den Bereichen Migration, Queer, Antidiskriminierung, Sprache, Macht, Geschlecht und Diversität. Zu diesen Bereichen textet sie, betreibt politischen Aktivismus und entwickelt WorkshopKonzepte.

Hakan Gürses, Studium der Philosophie in Wien. Wissenschaftlicher Leiter der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB). Lehrbeauftragter am Institut für Philosophie und am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien. Von 1993 bis 2008 Chefredakteur der Zeitschrift Stimme von und für Minderheiten.

Michal Hvorecký, lebt als freier Autor in Bratislava, Slowakei. Auf Deutsch erschienen die Romane City (2006) und Eskorta (2009). Im Frühjahr 2012 erscheint der neue Roman Tod auf der Donau in der Übersetzung von Michael Stavarič beiTropen/Klett-Cotta.

İnci Dirim, geb. 1965 in Gladbeck/Deutschland, Studium in Ankara und Bremen. Promotion 1997 an der Universität Hamburg, seit März 2010 Professorin für Deutsch als Zweitsprache an der Universität Wien.

Mirjam Karoly, Politologin. Seit November 2009 Beraterin für Roma- und Sinti-Fragen bei der OSZE/Büro für Demokratische Institutionen und Menschenrechte (BDIMR), Warschau. Von 1998 bis 2004 Mitarbeiterin des Vereins Romano Centro, Wien. Mitglied des Österreichischen Volkgruppenbeirates für Roma.

Hikmet Kayahan, Germanist & Pädagoge. Integrations- & Antidiskriminierungsexperte. Kommunikationstrainer mit dem Schwerpunkt interkulturelles Konfliktmanagement. Projektmanagement im Themenbereich Kultur, Rassismus, Jugend & Zuwanderung. Lebt und arbeitet in Wien, schreibt Lyrik und Prosa.

Anna Kim, Autorin. Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. Bücher: Die gefrorene Zeit (Roman, Literaturverlag Droschl 2008), Die Bilderspur (Erzählung, Literaturverlag Droschl 2004). Letzte Buchveröffentlichung: Invasionen des Privaten, Droschl, 2011.

Sushila Mesquita, Büroleiterin des Referats Genderforschung der Universität Wien und Lehrbeauftragte an der Alice Salomon Hochschule für soziale Arbeit in Berlin. Sie ist verstrickt in unterschiedlliche queer-feministische, anti-rassistische und popkulturelle Zusammenhänge und Projekte.

Erwin Riess, Schriftsteller, schreibt Stücke, Essays und Romane (zuletzt: Herr Groll und der rote Strom, Otto Müller, 2010) und Groll-Kurzgeschichten für diverse Medien. Langjähriger Aktivist der autonomen Behindertenbewegung, derzeit engagiert bei BMIN (Behinderte Menschen in Not).

Vladimir Wakounig, Univ.-Prof. in Klagenfurt-Celovec. Kärntner Slowene. Studium der Katholischen Theologie sowie der Erziehungswissenschaft, Publizistik und Soziologie. Schwerpunkte: Interkulturelle Bildung, zwei- und mehrsprachige Schul- und Bildungssysteme, antirassistische Erziehung, Minderheitenforschung.

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