Die aktuelle Ausgabe der STIMME: Gleiche unter Gleichen PDF Print E-mail

STIMME Nr. 107/Sommer 2018:
Gleiche unter Gleichen. 100 Jahre allgemeines Wahlrecht für Frauen


Mit Ende des Ersten Weltkrieges und Ausrufung der Republik im Jahr 1918 wurde in Österreich auch das allgemeine Wahlrecht für Frauen beschlossen — mıt Ausschluss der Prostituierten bis 1923. Zur Beobachtung des weiblichen Wahlverhaltens waren zunächst bis 1931 für Wählerinnen verschiedenfarbige Kuverts vorgesehen – ein Vorgehen, das von 1954 bis 1996 bei Landtags- bzw. Gemeinderatswahlen in Wien praktiziert wurde.
Hundert Jahre und zahlreiche frauenpolitische Fort- und Rückschritte später ist das Jubiläumsjahr 2018 von einem massiven Aufschrei über Sexismus geprägt. Unter dem Hashtag #MeToo, das übrigens zehn Jahre zuvor von der afroamerikanischen Aktivistin Tarana Burke initiiert wurde, berichten auf sozialen Medien zahlreiche Frauen über erlebte sexuelle Belästigung in Politik, Sport, Kunst sowie in weniger prominenten beruflichen Feldern. Gleichzeitig ist seit 2017 – zwanzig Jahre nach dem ersten Frauenvolksbegehren mit 650.0000 Unterschriften und kaum Konsequenzen – ein neues gestartet worden. Das aktuelle Frauen*Volksbegehren – ein Zusammenschluss aus über 70 Frauenorganisationen – fordert unter anderem, dass Frauen den Platz an den Entscheidungstischen bekommen, der ihnen zusteht. Ein kleiner und doch bedeutsamer Unterschied zu 1997: Das Frauen*Volksbegehren arbeitet explizit mit einem inklusiven Frauenbegriff, der neben Cis-Frauen auch Trans-Frauen, nicht-binäre Frauen und Interpersonen umfasst.

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Neue MKÖ-Dokumentation: „Einzelfälle und Serientäter – Die FPÖ und der Rechtsextremismus“ PDF Print E-mail

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) hat mit Unterstützung des Netzwerks OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus eine neue Dokumentation herausgegeben. Sie heißt „Einzelfälle und Serientäter – Die FPÖ und der Rechtsextremismus“. Der Inhalt ist brisant: Dokumentiert werden die rechtsextremen, rassistischen und antisemitischen Aktivitäten von FPÖ-Politikern von der Nationalratswahl im Oktober 2017 bis Ende Mai 2018. Auf dem Prüfstand steht damit auch die FPÖ als Regierungspartei.

Siehe http://www.orf.at/#/stories/2443733/ und

https://www.derstandard.de/…/die-liste-der-ausnahmefaelle-w… (u.a. mit einem Welser Einzelfall!) und

https://derstandard.at/…/Einzelfaelle-in-der-FPOe-Ein-braun… (Kommentar) und

https://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/5450032/Mauthausen-Komitee_Mehr-rechtsextreme-Aktivitaeten-von-FPOePolitikern

 
Die aktuelle Ausgabe der STIMME: Gedenken PDF Print E-mail

STIMME Nr. 106/Frühling 2018
Gedenken
80 Jahre „Anschluss“ und Pogrome

Im Achter-Jahr 2018 erinnern wir uns an die Ausrufung der Republik Österreich und an die Einführung des Wahlrechts für Frauen (1918), an die Student_innenbewegung (1968) und an die Verhinderung der Inbetriebnahme des Atomkraftwerks Zwentendorf (1978). Und vor allem erinnern wir uns an den „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland sowie die März- und Novemberpogrome. Wir erinnern, trauern, feiern, forschen, stellen die historischen Ereignisse neu dar oder stellen sie aus.
Das erste Stimme-Heft dieses bedeutungsvollen Jahres widmen wir dem Gedenken an die nationalsozialistische Vergangenheit Österreichs. Das achtzigste Jahr des kollektiven Jubels um Adolf Hitler am Wiener Heldenplatz ist von antisemitischen „Einzelfällen“ überschattet, in die Politiker_innen und Funktionär_innen der kleineren Regierungspartei verstrickt sind.

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Wittgenstein Preis 2018 geht an Ursula Hemetek PDF Print E-mail

Wir gratulieren ganz herzlich und freuen uns mit Uschi Hemetek!
Die Wittgenstein-Preise 2018 gehen an die Ethnomusikologin Ursula Hemetek (ehemalige Obfrau der Initiative Minderheiten) sowie den Informatiker und Mathematiker Herbert Edelsbrunner.

 
migrantas | eine visuelle Sprache der Migration PDF Print E-mail

Im vergangenen Jahr wurde von der Initiative Minderheiten Tirol gemeinsam mit dem Berliner Kollektiv migrantas der Grundstein für eine außergewöhnliche Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum in Innsbruck und Hall in Tirol und der Rolle von Migrant*innen in diesem gelegt.

Die Künstlerinnen Marula di Como und Florencia Young suchen nach einer visuellen Sprache der Migration und haben sich in ihrer künstlerischen Tätigkeit auf die Erarbeitung und Verbreitung von Piktogrammen spezialisiert. Mitten im Stadtraum werden Erfahrungen und Anliegen von Menschen mit Migrationsgeschichten aus der jeweiligen Region bzw. Stadt sichtbar, die zuvor in Workshops mit migrantas auf bildlicher Ebene erarbeitet wurden. Die Zeichnungen der WorkshopteilnehmerInnen sind Grundlage der künstlerisch-grafischen Synthese für ein Piktogramm bzw. eine Piktogrammserie, die in urbanen Aktionen unter Einbindung mehrerer Kooperationspartner öffentlich gemacht werden. Mit künstlerisch-kreativen Mitteln werden für die Mehrheit der Gesellschaft ansonsten unsichtbare Erfahrungen und Anliegen sichtbar gemacht.

http://minorities.at/migrantas/

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